Selbstständigerwerbende

In der AHV wird zwischen Unselbständigerwerbenden und Selbständigerwerbenden unterschieden. Als sozialversicherungsrechtlich selbständigerwerbend gelten Personen, die unter eigenem Namen und auf eigene Rechnung arbeiten sowie in unabhängiger Stellung ihr eigenes wirtschaftliches Risiko tragen.

 

Ob eine Person im Sinne der AHV für das Entgelt der jeweiligen Tätigkeit als Selbstständigerwerbende gilt, wird von der zuständigen Ausgleichskasse beurteilt. Möglich ist also, dass die gleiche Person für eine andere Tätigkeit als unselbständigerwerbend eingestuft wird. Massgebend für die Beurteilung sind nicht die vertraglichen, sondern die wirtschaftlichen Verhältnisse. 

Beitragspflicht

Alle als selbstständigerwerbend erfasste Personen sind verpflichtet, Beiträge an die AHV, IV und EO zu entrichten. Hingegen sind Selbstständigerwerbende weder gegen Arbeitslosigkeit, noch gegen Unfall versichert. Zusätzlich unterstehen die Selbständigerwerbenden nicht dem Obligatorium der beruflichen Vorsorge (2. Säule).

 

Die Beitragspflicht gilt ab dem 1. Januar nach Vollendung des 17. Altersjahres und endet bei Aufgabe der Erwerbstätigkeit oder Erreichen des ordentlichen Rentenalters.  

Festsetzung und Berechnung der Beiträge

Selbständigerwerbende müssen für die ganzen Beiträge selbst aufkommen. Als Grundlage für die Berechnung der Beiträge dient das aktuelle Einkommen des Beitragsjahres.

 

Entsprechend dem Jahreseinkommen werden für die Berechnung unterschiedliche Beitragssätze verwendet. Der Mindestbeitrag pro Jahr beläuft sich auf 478 Franken.

 

Unter folgendem Link können Sie eine unverbindliche Beitragsberechnung vornehmen.

Anmeldung und Abrechnung

Das erforderliche Formular für die Anmeldung erhalten Sie hier.

 

Nach Prüfung der Unterlagen setzt die Ausgleichskasse die Akontobeiträge fest. Diese sind provisorisch und basieren auf den Angaben des Antragstellenden. Sobald der Ausgleichskasse die definitiven Daten der Steuerveranlagung (Einkommen) gemeldet sind, stellt sie die Differenz zwischen den bereits bezahlten Akontobeiträgen und den definitiven Beiträgen in Rechnung, beziehungsweise vergütet sie zurück. 

 

Ändert sich das Einkommen wesentlich oder wird beim Geschäftsabschluss festgestellt, dass die bezahlten Akontobeiträge zu tief sind, ist dies der Ausgleichskasse zu melden. Ansonsten können Verzugszinsen anfallen.