Nichterwerbstätige

In der AHV wird zwischen Erwerbstätigen und Nichterwerbstätigen unterschieden. Als Nichterwerbstätige gelten Personen, die kein oder nur ein geringes Erwerbseinkommen erzielen. Dazu gehören beispielsweise:

  • Bezügerinnen und Bezüger von IV-Renten
  • vorzeitig Pensionierte
  • Teilzeitbeschäftigte
  • Studierende
  • Reisende
  • ausgesteuerte Arbeitslose
  • Verwitwete

Beitragspflicht

Nichterwerbstätige müssen ab dem 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahres Beiträge an die AHV, IV und EO entrichten.

 

Keine Beitragspflicht für Nichterwerbstätige besteht, wenn eine Ehegattin oder ein Ehegatte im Sinne der AHV erwerbstätig ist und Beiträge von mindestens 956 Franken entrichtet (doppelter Mindestbeitrag).

 

Ansonsten endet die Beitragspflicht, sobald das ordentliche Rentenalter erreicht ist. Für Männer liegt das ordentliche Rentenalter bei 65 Jahren und für Frauen bei 64 Jahren. Die Beiträge sind lückenlos zu begleichen. Fehlende Beitragsjahre können zu einer Kürzung der Renten führen. Es ist Sache der Versicherten, sich um ihre Beitragspflicht zu kümmern. 

Festsetzung und Berechnung der Beiträge

Als Grundlage für die Berechnung der Beiträge für Nichterwerbstätige dienen das Vermögen und das 20-fache jährliche Renteneinkommen. Diese Daten werden aus der definitiven Veranlagung der Kantonalen Steuerbehörden herangezogen.

 

Bei Verheirateten bemessen sich die Beiträge für Ehegattin und Ehegatte jeweils auf der Hälfte des ehelichen Vermögens und Renteneinkommens.

 

Freiwillig höhere Beiträge zu zahlen, ist nicht möglich. Erzielen Personen ein geringes Erwerbseinkommen, können sie die entrichteten Beiträge vom Erwerbseinkommen an ihre Beiträge als Nichterwerbstätige anrechnen lassen.Entsprechend des Renteneinkommens und Vermögens variiert die Höhe der zu bezahlenden Beiträge. Der Mindestbeitrag pro Jahr beläuft sich auf 478 Franken.

 

Unter folgendem Link können Sie eine unverbindliche Beitragsberechnung vornehmen. 

Anmeldung und Abrechnung

Nichterwerbstätige melden sich für die Beitragserhebung grundsätzlich bei der Kantonalen Ausgleichskasse ihres Wohnkantons an. Vorzeitig Pensionierte (ab 58 Jahren), dessen letzter Arbeitgebender über eine Verbandsausgleichskasse abrechnet, richten die Anmeldung jedoch an jene Kasse. Werden für Ehegattin oder Ehegatte bereits Beiträge für Nichterwerbstätige bei einer anderen Ausgleichskasse abgerechnet, ist diese auch für die Anmeldung des Partners zuständig.

 

Das erforderliche Formular für die Anmeldung finden Sie hier.

 

Nach Prüfung der Unterlagen setzt die Ausgleichskasse die Akontobeiträge fest. Diese sind provisorisch und basieren auf den Angaben des Antragstellenden. Sobald der Ausgleichskasse die definitiven Daten der Steuerveranlagung (Renteneinkommen und Vermögen) gemeldet sind, stellt sie die die Differenz zwischen den bereits bezahlten Akontobeiträgen und den definitiven Beiträgen in Rechnung gestellt, beziehungsweise vergütet sie zurück.

 

Ändert sich das Renteneinkommen oder Vermögen innerhalb des Jahres wesentlich, ist dies der zuständigen Ausgleichskasse zu melden. Ansonsten können Verzugszinsen anfallen.

Studierende

Gleichzeitig studierende und erwerbstätige Personen sind ab dem 1. Januar nach Vollendung des 17. Altersjahres beitragspflichtig.

 

Schweizer und ausländische Studierende (Nichterwerbstätige) mit zivilrechtlichem Wohnsitz in der Schweiz müssen ab 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahres jährlich in Höhe von 478 Franken (Mindestbeitrag) Beiträge an die AHV, IV und EO zahlen. Die Beiträge sind mit der Ausgleichskasse am Sitz der Lehranstalt abzurechnen oder direkt an die Lehranstalt entrichten. Die Ausgleichskassen erheben zusätzlich Verwaltungskostenbeiträge von maximal 5 % der Beiträge.

 

Ab dem 1. Januar nach Vollendung des 25. Altersjahres wird die Höhe der Beiträge für nichterwerbstätige Studierende aufgrund ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse festgelegt. Es wird nicht mehr pauschal der Mindestbeitrag (478 Franken) in Rechnung gestellt.

 

Studierende ohne Erwerbstätigkeit, die ihren Wohnsitz in der Schweiz aufgeben, um im Ausland einer Ausbildung nachzugehen, können die Versicherung bis zum 31. Dezember des Jahres, in welchem Sie das 30. Altersjahr vollenden, weiterführen.